
Baumbestand Erfassen: Startleitfaden für Gemeinden
Sie haben den Auftrag bekommen, 'die Baumdaten in Ordnung zu bringen.' Die meisten niederländischen Gemeinden kämpfen mit genau derselben Frage — und immer mehr finden ihren Weg zu einem praktikablen System. Dieser Leitfaden hilft Ihnen zu verstehen, was dazugehört.
Warum immer mehr Gemeinden ihre Bäume erfassen wollen
Ein aktueller Baumbestand bildet die Grundlage für professionelles Baummanagement. Ohne guten Einblick in Ihren Baumbestand ist es unmöglich, effektive Politik zu führen, Risiken zu managen oder Budgets zu planen. Immer mehr Gemeinden entdecken, dass eine digitale Bauminventarisierung kein Luxus ist, sondern eine Notwendigkeit.
Als Gemeinde tragen Sie eine gesetzliche Sorgfaltspflicht für Ihre Bäume. Ohne Registrierung können Sie nicht nachweisen, dass Sie dieser Pflicht nachkommen. Nach Vorfällen lautet die erste Frage von Versicherern und Richtern: 'Was war das letzte Kontrolldatum?' Ein aktueller Baumbestand mit Inspektionshistorie ist Ihre wichtigste Verteidigung gegen Haftungsansprüche.
Klimaanpassung erfordert Daten. Ein ausgewachsener Baum hat die Kühlleistung von zehn Klimaanlagen, und der Nationale Baumstandard setzt ein Ziel von 30% Kronenbedeckung pro Viertel. Um zu wissen, ob Sie das erreichen — und wo Sie zusätzlich investieren müssen — müssen Sie erst wissen, was Sie haben. Ohne Inventarisierung bleibt Klimapolitik Rätselraten.
Seit dem 1. Januar 2024 verpflichtet das Umweltgesetz jede Gemeinde, eine Bebauungskontur für Baumfällungen festzulegen. Um dies effektiv durchzusetzen und Genehmigungsanträge zu prüfen, müssen Sie wissen, wo welche Bäume stehen. Ein digitaler Baumbestand macht diese gesetzlichen Aufgaben handhabbar und kontrollierbar.
Wo steht Ihre Gemeinde jetzt?
Organisationen starten aus verschiedenen Ausgangssituationen. Manche Gemeinden arbeiten noch mit Papierarchiven — Pflanzprotokolle in Ordnern, Kartenmaterial aus den neunziger Jahren. Andere haben Excel-Dateien pro Bezirk oder arbeiten mit einem GIS-System, in dem Bäume als Punkte auf der Karte stehen, aber ohne echte Verwaltungsworkflows.
Die Unterschiede sind groß, aber jeder Startpunkt bietet Anknüpfungspunkte. Gemeinden mit nur Papier haben den größten Nachholbedarf, während Organisationen mit GIS-Daten bereits eine räumliche Basis haben. Excel-basierte Administration ist praktikabel für kleine Zahlen, skaliert aber nicht mit Wachstum. Professionelle Verwaltungssysteme mit vollständigem Lebenszyklusmanagement — von der Pflanzung bis zur Fällung, mit Inspektionshistorie und Berichten — sind noch relativ selten.
Die gute Nachricht: Jede Ausgangsposition ist eine Ausgangsposition. Vorhandene Daten, wie grundlegend auch immer, sind wertvoller als Sie denken. Selbst eine veraltete Excel-Datei enthält Informationen, die Sie nicht erneut sammeln müssen.
Welche Daten erfassen Sie pro Baum?
Der IMBOR-Standard (Informationsmodell Verwaltung Öffentlicher Raum) definiert, welche Daten Sie mindestens pro Baum erfassen. Durch Befolgen dieses Standards sorgen Sie für Vergleichbarkeit mit anderen Gemeinden und Kompatibilität mit nationalen Systemen.
Bei jedem Baum registrieren Sie eine eindeutige Baumnummer als Identifikation, den GPS-Standort mit Koordinaten die mindestens einen Meter genau sind, und die Baumart mit wissenschaftlichem Namen. Darüber hinaus erfassen Sie den Stammdurchmesser (gemessen auf 1,30 Meter Höhe), die Höhenklasse in Metern, eine Zustandsbeurteilung der Gesundheit und den Standorttyp — Rasen, Pflasterung oder Baumscheibe.
Gemeinden, die weitergehen möchten, erweitern dies um Pflanzjahr, Kronendurchmesser, Zukunftserwartung und Sicherheitsklasse nach der A/B/C/D-Einteilung. Je mehr Sie erfassen, desto besser können Sie Verwaltungsentscheidungen begründen — aber beginnen Sie mit der Basis und bauen Sie von dort aus weiter.
Drei Ansätze zur Inventarisierung
Er zijn verschillende methoden om een bomenbestand in kaart te brengen. De keuze hangt af van factoren zoals budget, gewenste nauwkeurigheid en de grootte van het areaal.
Feldarbeit mit Tablet und GPS
Kontrolleure gehen durch die Gemeinde mit GPS-ausgestatteten Tablets, registrieren jeden Baum und bewerten vor Ort den Zustand.
Produktivität: 40-80 Bäume pro Tag pro Person
Direkte Zustandsbewertung, Artbestimmung durch Experten
Arbeitsintensiv, wetterabhängig, lange Vorlaufzeit
LiDAR und Fernerkundung
Mittels Laserscanning von Fahrzeugen, Drohnen oder Flugzeugen werden Höhe, Kronenvolumen und Stammdurchmesser automatisch erfasst.
Genauigkeit: Zentimeter-Niveau
Schnell für große Flächen, objektive Messwerte
Artbestimmung erfordert noch zusätzliche Feldarbeit
Die Kombinationsmethode
LiDAR liefert Geometrie und Messwerte, Feldarbeit ergänzt Artbestimmung und Zustandsbewertung.
Das Beste aus beiden Welten
Geschwindigkeit der Technologie mit Inspektorexpertise
Höhere Anfangsinvestition
Was kostet eine Bauminventarisierung?
Die Kosten einer Bauminventarisierung variieren erheblich und hängen von mehreren Faktoren ab. Das Detaillierungsgrad spielt eine wichtige Rolle: Eine Basisregistrierung mit nur Standort, Art und Maßen ist deutlich günstiger als eine umfassende Inventarisierung mit allen IMBOR-Attributen oder einer kombinierten Sicherheitskontrolle.
Auch die gewählte Methode beeinflusst die Kosten. Traditionelle Feldarbeit mit Tablet und GPS ist arbeitsintensiv, während LiDAR-Technologie bei größeren Flächen kosteneffizienter sein kann. Die Größe Ihres Baumbestands spielt natürlich auch eine Rolle — Skaleneffekte entstehen erst bei größeren Zahlen. Zusätzlich ist die Erreichbarkeit Ihrer Bäume relevant: Bäume in dichter Bebauung erfordern mehr Zeit zur Inventarisierung als Alleebäume an übersichtlichen Straßen.
Holen Sie immer mehrere Angebote von spezialisierten Baumgutachtern ein und lassen Sie sich gut informieren, was im Preis enthalten ist und was nicht. Eine gute Inventarisierung ist eine Investition, die sich durch besseres Management und reduzierte Haftungsrisiken bezahlt macht.
Von losen Daten zu einem praktikablen System
Eine Excel-Datei mit 50.000 Bäumen wird unpraktikabel. Keine Versionskontrolle, kein mobiler Zugriff, keine Verknüpfung mit Kontrollhistorie. Ab einem bestimmten Punkt müssen Sie den Schritt zu einem echten Verwaltungssystem machen — und je früher Sie das tun, desto weniger Doppelarbeit haben Sie.
Ein gutes System integriert mit nationalen Standards. Die BGT (Basisregistrierung Großmaßstäbliche Topografie) registriert Bäume als Vegetationsobjekt, IMBOR sorgt für standardisierte Attributdefinitionen die Vergleichbarkeit ermöglichen, und BOR-Systeme verbinden Baummanagement mit der sonstigen Verwaltung des öffentlichen Raums. Durch Anschluss an diese Standards verhindern Sie, dass Sie eine isolierte Insel bauen.
Ein praktikables System hat eine mobile App für Feldregistrierung, mit automatischer Synchronisation zwischen Büro und Feld. Sie möchten Kontrollhistorie pro Baum einsehen können, Meldungen von Schäden oder Beschwerden bearbeiten können, und Berichte für Politik und Rechenschaftslegung generieren können. Ohne diese Funktionalitäten fallen Sie in der Praxis doch auf Excel und lose Notizen zurück.
Erste Schritte: So gehen Sie vor
Das Einrichten eines Baumbestands verläuft in einer Reihe logischer Phasen. Beginnen Sie mit der Inventarisierung dessen, was Sie bereits haben — sammeln Sie alle vorhandenen Quellen wie Excel-Dateien, GIS-Schichten und Papierarchive. Bestimmen Sie dann Ihren Umfang: Nehmen Sie nur Alleebäume auf, oder auch Waldpflanzungen und private Bäume auf Gemeindegrund?
Wählen Sie Ihr Attributset basierend auf dem IMBOR-Standard und dem Handboek Bomen, damit Ihre Daten zukunftssicher sind. Wählen Sie eine Inventarisierungsmethode, die zu Ihrem Budget und Areal passt — Feldarbeit, LiDAR oder eine Kombination. Entscheiden Sie auch früh, ob Sie die Arbeit selbst mit eigenen Grünverwaltern ausführen oder an ein Baumberatungsbüro auslagern.
Wählen Sie ein Verwaltungssystem, bevor Sie mit der Inventarisierung beginnen, nicht danach. Viele Gemeinden machen den Fehler, erst Daten zu sammeln und erst später darüber nachzudenken, wohin diese Daten gehen. Planen Sie Qualitätskontrolle mit Stichproben von mindestens 5-10% der registrierten Bäume. Und richten Sie sofort den Verwaltungsprozess ein: Planen Sie den Aktualisierungszyklus, damit Ihre Daten aktuell bleiben.
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