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Baummanagement für GemeindenKrisenprotokoll

Sturmschäden an Bäumen: Protokoll und Dokumentation für Kommunen

Wenn der Sturm zuschlägt, ist es zu spät, Ihre Daten zu organisieren. Dieser Leitfaden kombiniert praktische Krisenprotokolle mit der wesentlichen Rolle der digitalen Erfassung beim Haftungsschutz.

Wenn der Sturm zuschlägt, ist es zu spät, Ihre Daten zu organisieren. Dieser Leitfaden kombiniert praktische Krisenprotokolle mit der wesentlichen Rolle der digitalen Erfassung beim Haftungsschutz.

Stürme in den Niederlanden: Zahlen, die Kommunen kennen müssen

Die niederländische Sturmgeschichte zeigt ein Muster: Nicht die Frequenz steigt, sondern die Auswirkung. Ausgewachsene Bäume in voller Belaubung wirken als Segel — Sommerstürme sind unverhältnismäßig zerstörerisch.

Nederland telt gemiddeld 7 stormdagen per jaar, waarbij meer dan 5.000 bomen omwaaien of ernstig beschadigd raken. De economische schade loopt op tot 50-100 miljoen euro per storm. Helaas vallen er jaarlijks ook dodelijke slachtoffers door vallende bomen.

Aktuelle Stürme

  • Sturm Eunice (Feb 2022) (2022): Top 3 der schwersten Stürme seit 50+ Jahren. Alle 4 Todesopfer durch umstürzende Bäume.
  • Sturm Poly (Juli 2023) (2023): Erster 'sehr schwerer Sturm' (Code Rot) im niederländischen Sommer. 5.000+ Bäume landesweit.
  • Sturm Conall (Nov 2024) (2024): €50 Millionen Schaden, hauptsächlich umgestürzte Bäume. 1 Todesopfer.

Das kommunale Sturmprotokoll

Was sollte enthalten sein?

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Vor dem Sturm

Sturmtrupps zusammenstellen und Ausrüstung vorbereiten
Risikobäume via aktuelle VTA-Daten identifizieren
Koordinationsvereinbarungen mit Feuerwehr bestätigen
Bürger über kommunale Kanäle warnen

Während des Sturms

GRIP-Eskalation gemäß Protokoll
Leitstelle überwacht Situation
Nur lebensbedrohliche Situationen angehen
Koordination mit Rettungsdiensten

Nach dem Sturm

Schnelle Beurteilung: Sicherheit priorisieren
Dokumentation VOR Aufräumung (Fotos, Standort)
Notfällung wo nötig (am selben Tag möglich)
Registrierung im Verwaltungssystem

GRIP-Eskalation

Koordiniertes Regionales Incident-Response-Verfahren

  1. GRIP 0:GRIP 0: Normale Operationen
  2. GRIP 1:GRIP 1: Multi-disziplinärer Vorfall
  3. GRIP 2:GRIP 2: Auswirkung über Vorfallort hinaus
  4. GRIP 3:GRIP 3: Bedrohung großer Bevölkerungsgruppen — Bürgermeister hat Befehl
  5. GRIP 4:GRIP 4: Kommunenübergreifende Krise

Sorgfaltspflicht und Haftung

Im niederländischen Recht trägt der Eigentümer die Beweislast für die Einhaltung der Sorgfaltspflicht. Ohne Dokumentation können Sie dies nicht beweisen.

Wann HAFTBAR

Bekannte Mängel ohne Maßnahmen
Kein systematisches VTA-Programm
Inspektionen nicht dokumentiert
Nicht auf Inspektionsergebnisse reagiert

Wann NICHT haftbar

Extremer Sturm (Windstärke 11+) = höhere Gewalt
Gesunder Baum fällt unerwartet
Systematische Inspektion dokumentiert
Vorgeschriebene Wartung durchgeführt

Gericht Oost-Brabant (2020)

Die Kommune war haftbar, weil 'nicht angegeben werden konnte, wann, wie und durch wen genau Kontrollen durchgeführt wurden.'

Was müssen Sie dokumentieren?

Dokumentation ist Ihre rechtliche Verteidigungslinie. Ohne Registrierung können Sie unmöglich beweisen, dass Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind. Wenn nach einem Sturm etwas schief geht, dreht sich alles um die Frage: Was können Sie nachweisen?

Pro Baum und pro Inspektion erfassen Sie, wann die Kontrolle stattfand (Datum und Jahreszeit, denn das beeinflusst die Sichtbarkeit von Mängeln), wo genau (spezifischer Baumstandort mit eindeutiger Nummer) und durch wen (Name und Funktion oder Expertise des Inspekteurs). Darüber hinaus registrieren Sie, welche Inspektionsmethode angewendet wurde — VTA, visuell oder weitere Untersuchung — und was die Befunde waren: festgestellte Mängel und Risikostatus. Schließlich dokumentieren Sie die Maßnahmen (Art der Intervention und Dringlichkeitsstufe), die Dringlichkeit selbst (sofort, innerhalb eines Monats, innerhalb eines Jahres oder innerhalb von drei Jahren) und das Ausführungsdatum als Beweis, dass die Arbeit tatsächlich ausgeführt wurde.

Prävention: Risikobäume identifizieren

Der beste Schutz gegen Sturmschäden beginnt bevor der Sturm zuschlägt. Durch systematische Identifizierung von Risikobäumen und präventives Handeln begrenzen Sie sowohl den Schaden als auch Ihr Haftungsrisiko.

Einige Baumarten sind von Natur aus anfälliger für Stürme. Pappeln haben flache Bewurzelung und relativ schwaches Holz. Weiden leiden unter Aststerblichkeit und Windwurf, besonders in Wassernähe. Buchen haben flache Wurzeln, besonders auf Lehmböden, und sind in Sommerstürmen besonders anfällig, wenn sie voll belaubt sind. Eschen sind durch das Eschentriebsterben geschwächt, das die Niederlande seit Jahren heimsucht.

Neben der Artenempfindlichkeit spielen Standortfaktoren eine Rolle. Ein hoher Grundwasserstand führt zu flacher Bewurzelung — der Baum bekommt buchstäblich keinen Halt. Wurzelschäden durch Bauarbeiten machen Bäume instabil. Kürzlich 'befreite' Bäume, die zuvor durch Nachbarbäume geschützt waren, sind plötzlich dem Wind ausgesetzt. Und Bäume mit verminderter Vitalität oder Trockenstress haben weniger Widerstandskraft gegen extreme Bedingungen.

Notfällungsverfahren

Bei akuten Gefahrensituationen kann eine Notfällung erforderlich sein. Anders als bei regulärer Fällung ist bei akuter Gefahr keine Umweltgenehmigung erforderlich — die Sicherheit geht vor. Die Autorisierung erfolgt durch den Bürgermeister auf Grundlage von Artikel 172 des Gemeindegesetzes.

Die Entscheidung kann am selben Tag getroffen und ausgeführt werden. Wichtig ist, vor der Fällung mindestens drei Fotos zu machen, die die akute Gefahr dokumentieren — dies ist Ihr nachträglicher Beweis. Beachten Sie: Auch bei Notfällung kann die Nachpflanzungspflicht noch gelten, dokumentieren Sie also sorgfältig, welcher Baum gefällt wurde und warum. Eine gute Registrierung verhindert Diskussionen mit Genehmigungsbehörden und schützt vor Einwänden von Anwohnern.

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Bereit für den nächsten Sturm?

Mit IDA dokumentieren Sie jede Inspektion, jede Maßnahme, jede Entscheidung. Wenn der Sturm zuschlägt, können Sie innerhalb von Minuten nachweisen, dass Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind.

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